Spielplan 2026

Spotlight und Podlight
Spotlight-Dokumente
- Spotlight 2026 - 11. Mai
- Spotlight 2026 - 13. Mai
- Spotlight 2026 - 16. Mai, Ausgabe Innen
- Spotlight 2026 - 16. Mai
- Sonderausgabe Schreibkunst 2026
Podlight-Audios
- Podlight 2026 - Folge 1 | Der Podcast zum Einstieg
- Podlight 2026 - Folge 2 | Der Podcast zur Mitarbeit an der Festivalzeitschrift Spotlight
- Podlight 2026 - Folge 3 Schultheatertag | Premiere des Schultheatertages
- Podlight 2026 - Folge 4 | Hinter den Kulissen mit dem KOMA Theater Duisburg
- Podlight 2026 - Folge 5 | Lebens-Zirkus: Jugendliche zeigen, was sie bewegt
Montag, 11. Mai 2026
Faust II Montag, 11. Mai 2026, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Das Faust-II-Projekt der Theaterschule Aachen in Kooperation mit rohestheater versucht den unseres Erachtens schwer zu bespielenden Text dennoch in einer den Spielenden gerecht werdenden Weise zu inszenieren und auch zu aktualisieren. Wir haben uns dabei auf die Episoden „Kapitalismus am Kaiserhof“, „Laboratorium, ein neuer Mensch?“, „Krieg, Herrschaft und Zerstörung“ und „Fausts Ende“ beschränkt und den Text deutlich gekürzt.
In Goethes Faust II ist eine Zeitreise durch die Jahrhunderte von der Antike über das Mittelalter bis in seine Gegenwart ausgebreitet, die Faust, Inbild des modernen, scheinbar aufgeklärten Menschen, mit Mephistopheles zusammen unternimmt und die Faust in seiner Hybris zu Ausplünderung und Zerstörung führt.
Die Theaterschule Aachen ist eine Theaterschule für Schauspiel, Musical und Regie und befindet sich derzeit im Wiederaufbau. rohestheater kooperiert und unterstützt sie im gemeinsamen Faust-II-Projekt. Auf der Bühne stehen Menschen im Alter von 17 bis 51 Jahren.
Dienstag, 12. Mai 2026
Flori und Tom – Weißt du noch? Dienstag, 12. Mai 2026, 10:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Flori und Tom – die Frösche aus dem Broichbachtal erzählen von zwei fröhlichen Amphibien, die im Broichbachtal in Herzogenrath ein unbeschwertes Leben voller Zirkusstücke führen. Sie jonglieren mit Tüchern, sausen mit Einrädern durch den Wald, balancieren auf Laufkugeln und schwingen sich mutig durch die Lüfte.
Doch eines Tages stürzen sie in einen dunklen Schacht und finden sich in einer engen, kalten Falle wieder. Dort treffen sie aufeinander und werden in ihrer Angst und Einsamkeit zu Freunden, die einander mit Erinnerungen an die Freiheit Mut machen. Gemeinsam träumen sie vom Wald, der Sonne und ihrem kleinen Zirkusleben.
Die Gruppe besteht aus sechs Mädchen der Klassen 5 und 6 aus dem Zirkus Kunterbunt des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath unter der Leitung von Kerstin Rosenberger. In diesem Jahr versuchen sie mit Hilfestellung von Eckhard Debour die Kunstformen Zirkus und Theater miteinander zu vereinen.
KEIN PLAN – Das Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel recht vage ist Dienstag, 12. Mai 2026, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Achselzucken, Kopfschütteln, Augenrollen. Die genervte Antwort der Generation Z auf die großen Fragen des Lebens lautet meist: Kein Plan! Weder persönlich noch politisch weiß man, wohin die Reise geht, alle sicheren Koordinaten sind fragwürdig geworden, kurzum: „Die Zeit ist aus den Fugen.“
„Das Stück, dem es scheißegal ist, dass sein Titel recht vage ist“ ist ein selbst entwickeltes Stück vor der Folie des großen Shakespeare-Werkes. Eine aufregende Expedition durch ratlose Zeiten – und zeigt furios, dass Planlosigkeit ebenso komisch wie kreativ sein kann.
Mit Gesang, Tanz und integriertem Publikums-Workshop, quer durch alle Geschichten, Genres und Geschmäcker wird der Gegenwart ins Gesicht gespuckt – und Hamlet einen Kopf kürzer gemacht.
Mittwoch, 13. Mai 2026 (Schultheatertag)
Krabat Mittwoch, 13. Mai 2026, 17:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Der Grundkurs Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe Q3 am Landgraf-Ludwig-Gymnasium Gießen nähert sich mit „Krabat“ dem Roman von Otfried Preußler in einer eigenständigen Inszenierung. Ausgehend von der literarischen Vorlage entwickelt die Gruppe eine szenische Umsetzung, die die Geschichte klar und stringent erzählt, dabei jedoch immer wieder über Bilder, Choreografien und chorische Elemente verdichtet wird.
Theatrale Zeichen ersetzen dabei stellenweise das gesprochene Wort und eröffnen zusätzliche Bedeutungsebenen. Im Zentrum steht der Versuch, zentrale Motive wie Macht, Abhängigkeit und den Wunsch nach Selbstbestimmung nicht nur darzustellen, sondern sinnlich erfahrbar zu machen.
Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen Mittwoch, 13. Mai 2026, 19:30 Uhr, Nikolaikirche Korbach
Die Synagoge Vöhl und die Ederseeschule Herzhausen haben sich zusammengeschlossen, um den Lebensweg eines Vöhler Juden szenisch auf die Bühne zu bringen. Unter dem Titel „Keiner hat das Recht zu gehorchen – Aus Freunden werden Feinde“ fand die Premiere im Februar 2026 in der Synagoge Vöhl statt.
In vier Aufführungen sahen rund 400 Personen das Stück, das die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Regisseur Stephan Rumphorst erarbeitet haben. Auch einige Zeitzeugen – Verwandte und Freunde der dargestellten Personen – konnten dazu begrüßt werden.
Aus dem Juden Max Mildenberg wurde im Stück Max Blumberg, der mit dem Protestanten Klaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts in guten nachbarschaftlichen und freundschaftlichen Verhältnissen aufwächst. Gemeinsam spielt man Fußball, singt im Männergesangsverein. Doch dann kommen die Nationalsozialisten an die Macht und die Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.
Donnerstag, 14. Mai 2026
seeking shelter Donnerstag, 14. Mai 2026, 11:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Krieg? Der war bislang immer weit weg. Irgendwo anders. Nicht hier. Und so ist es eigentlich immer noch. Aber er ist nähergekommen, der Krieg, und er macht Angst. Und nicht nur das; er wirft ganz neue Fragen auf: Was wird auf mich persönlich zukommen? Darf der Staat über mich verfügen? Muss ich im Zweifelsfall in den Krieg ziehen und kämpfen? Und wenn ja, wofür?
Die noch recht jungen Spielerinnen des pocomanischen Ensembles haben sich diese und viele weitere Fragen gestellt und mit „seeking shelter“ ihre eigenen Erwartungen, Befürchtungen und Zweifel auf die Bühne gebracht. Herausgekommen ist dabei ein Stück Theater, das zwar in der Zukunft spielt und zeigt, wie junge Menschen den Ernstfall erleben würden, das aber dennoch hochaktuell die Gegenwart im Zentrum hat.
Augenblick nochmal – Beim dritten Mal lässt man‘s Donnerstag, 14. Mai 2026, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
„Augenblick nochmal“ nimmt mit auf eine Reise durch einen ganz normalen Tag, einen Tag, wie er noch nie dagewesen ist, aber trotzdem täglich wiederzukehren scheint. Von Wiederholungen, Schleifen, magischen Augenblicken und einer Unmenge Steine. Täglich grüßt der Sisyphos, überall liegen Steine und am liebsten würde man den Augenblick festhalten, an dem sie alle oben auf dem Berg angekommen sind.
Was aber, wenn wir die Steine doch den Berg hinunterrollen lassen? Lässt sich in den unendlich enden Wiederholungen unseres Lebens nicht eine seltsame Schönheit erkennen? Und ja, vielleicht haben wir Probleme, aber wenigstens unsere ganz eigenen.
Dramat:ush sind 11 junge Erwachsene und ihre zwei ehemaligen Lehrkräfte. Seit der 6. Klasse sind sie vereint, nie losgelassen. Die Technik fahren zwei Zehntklässler*innen – Treffpunkt Schule.
Freitag, 15. Mai 2026
Samt vor unseren Augen Freitag, 15. Mai 2026, 10:00 Uhr, Stadthalle Korbach
Widerstand leisten? Wäre oft gut. Ist für viele auch Notwendigkeit. Aber nicht alle müssen. Klar, wann immer wir über Social Media mit einer neuen Katastrophe konfrontiert werden, kommen Wellen von Aktivismus auf. Aber die verebben auch wieder. Als Support mit begrenzter Halbwertzeit.
In „Samt vor unseren Augen“ beschäftigen sich die Spielerinnen mit einem Zustand, der nicht nur sie selbst betrifft, sondern uns als Gesellschaft insgesamt: dem Hin- und Hergerissensein zwischen Aktivismus und Lethargie. Zwischen Einsatzbereitschaft und Bequemlichkeit. Viele von uns begegnen im Alltag Missständen, die zu ändern wären. Augen auf oder Decke drüber? Wir haben die Wahl.
Ensemble ARTIG ist das Label für Theater an der Marienschule für die Jahrgangsstufen 9 bis Q2. Jedes Jahr erarbeitet die Gruppe eine Eigenproduktion. Die Gruppe agiert zwar mit einer Spielleitung, versteht sich jedoch als kreatives Kollektiv.
Farm der Tiere Freitag, 15. Mai 2026, 20:00 Uhr, Stadthalle Korbach
„Farm der Tiere“ erzählt von der Rebellion englischer Farmtiere gegen ihren menschlichen und ausbeuterischen Herrn, den Bauern Jones, mit dem Ziel, eine gerechte Gesellschaft zu schaffen. Die Schweine – angeführt von Napoleon und Schneeball – übernehmen die Führung. In der Folge vertreibt der machtgierige Napoleon den idealistischen Schneeball, korrumpiert die Revolution und errichtet eine brutale Diktatur.
Der revolutionäre Grundsatz von der Gleichheit aller Tiere wird abgeändert zu „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere“. Im zweiten Teil der Inszenierung setzt die Gruppe sich auf dokumentarische, biografische und teils satirisch-groteske Art und Weise mit der Fragestellung auseinander, was die zunehmend wahrnehmbare weltweite autoritäre Entwicklung mit den demokratischen Strukturen in der BRD macht.
Die Theater-AG der Edertalschule ist eine freiwillige schulische Arbeitsgemeinschaft von derzeit 21 Schüler*innen, die regelmäßig am Dienstagnachmittag stattfindet und für die es keine Noten gibt.