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Theaterwoche Korbach
Die älteste Schul- und Amateurtheaterwoche Deutschlands

Theaterwoche Korbach 2016 - Die Spielgruppen

"fa[u]st. Fast nach Goethe" "Blckfang" "Demian" "Online"
"Grenzgänger" "Solo für die Dame" "Prima Klima" "Einer flog übers Kuckucksnest"

Theater-AG der Edertalschule Frankenberg
„Einer flog über das Kuckucksnest“
nach Motiven aus dem Roman von Ken Kesey und der Bühnenfassung von Dale Wasserman
Spielleitung: Thorsten Jech 

 Eigentlich hatte der lebenslustige Kleinganove und Glücksspieler Randle Patrick McMurphy gehofft, durch die Einweisung in eine psychiatrische Anstalt den Anstrengungen des Arbeitslagers, wo er noch den Rest seiner Haftstrafe zu verbüßen hätte, zu entgehen. Doch die Anstalt entpuppt sich nicht als der von ihm erwartete angenehme Ort. Die Menschen, die dort hinkamen, weil sie „draußen“ aufgrund seelischer Verletzungen nicht funktionierten, werden zu Opfern eines brutalen Machtapparats.

Die alles bestimmende und kontrollierende Figur in der Anstalt ist Schwester Ratched. Sie wirkt äußerlich wie die personifizierte Freundlichkeit, wird aber von allen wegen ihrer Art der Stationsleitung gefürchtet, auch von den unsicher und deplatziert wirken­den Ärzten und Pflegern. McMurphy durchschaut nach und nach ihre Methoden, zieht seine Mitpatienten auf seine Seite und fordert Schwester Ratched heraus. Sie nimmt die Herausforderung an…

Mit seinem 1962 erschienenen Roman verarbeitete Ken Kesey seine Erlebnisse als Aushilfspfleger und Teilnehmer an einem von der CIA betriebenen Forschungsprojekt zu einer Parabel über Mechanismen totalitärer Gesellschaften. Entwürdigung, Ent­menschlichung und Entindividualisierung werden zum Programm erhoben. Auch Dale Wassermans Bühnenfassung von 1963 traf den Zeitgeist amerikanischer Protestkultur zwischen Vietnamkrieg und Watergateskandal. Als Filmfassung aus dem Jahr 1975 erlangte „Einer flog über das Kuckucksnest“ schließlich Weltruhm.

Die Theater-AG der Edertalschule ist eine freiwillige schulische Arbeitsgemeinschaft, die regelmäßig am Dienstagnachmittag statt­findet und für die es keine Noten gibt. Sie steht allen Schüler/innen ab Klasse 10 (Bildungsgang G9) bzw. ab Klasse 11 (G8) offen. Die Arbeit beschränkt sich nicht allein auf das Theaterspielen. Alle für eine Aufführung notwendigen Arbeiten werden von den Mitgliedern selbst vorgenommen: Kostüme, Masken, Kulissenbau, Requisiten, Lichttechnik, Plakatentwurf, Programmheft usw.

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